...Blick auf Neuenkirchen aus
Richtung Grubnow

...Wirtshaus
Neuenkirchen

mit freundlicher Bedienung
und 4 Gästezimmer

Neuenkirchen auf Rügen

Neuenkirchen(Chronik)


Die Parochie, das Kirchspiel „Nyghenkerke", wird in der Roeskilder Matrikel 1318 zuerst als solches genannt; wie schon der Name besagt, wird es als Kirchspiel jünger sein als die meisten anderen. Die Kirche selbst war eine spätgotische Saalkirche mit plattgeschlossenem Chor. Das Hebungsregister 1314 erwähnt den Ort Neuenkirchen noch nicht. Vor den 1318 zu der Parochie Nyghenkerke gehörigen Orten sind 5 -Vieregge, Lebbin, Grubnow, Laase und Tribbevitz- mit einer Reihe von Orten des Kirchspiels Rappin und dem Kirchspiel Patzig in der „precaria pyazeke " aufgeführt und zusammen veranlagt. Vielleicht verbirgt sich 1314 der deutsche Name Neuenkirchen noch unter einem der dort aufgeführten und uns sonst unbekannten wendischen Ortsnamen wie z. B. Borkuitee; doch ist die durchaus unsicher und nur Vermutung. Als der erste ev. Geistliche in Neuenkirchen wird Bartelt Zum, aus altem Witte wer Geschlecht, genannt.


Über die Eigentumsverhältnisse in Neuenkirchen in früherer Zeit wissen wir kaum etwas. Der trenter Pfarrer Wackenroder ca. l 705 schreibt in ..Alles und Neues Rügen": „Neuenkirchen besteht aus wenigen Häusern; etliche Leute dienen nach Lebbin". So war es auch noch l 840 und 1855. Aber auch Laase hatte einen wenn auch geringen Anteil daran (vgl. Aufstellung von 1862) und ebenso die Pfarre. So heißt es im Prov. Kalender 1840: „Neuenkirchen, Dorf. Besitzer Stahnke" (zu Lebbin und Laase). und 1855: „Neuenkirchen, Kirch- und Pfarrort, 132 Bewohner. Besitzer Stahnke und Pastorat Schulze: Schwanz." Doch wird ein großer Teil der Einwohner allmählich zu freien Eigentümern. Bauern und Häuslern geworden sein. 1933 gehörten zur Gemeinde Neuenkirchen 1448 Morgen mit 161 Seelen; Gemeindevorsteher Krug.

 

HANS-HENNING HOFMANN

Verfasser und Autor
der der Chronik Neuenkirchen
Band 1/2


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