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Neuenkirchen

Verfasser und Autor
der
Bände 1/2

Hans-Henning Hofmann

Name des Schutzgebietes: NSG Beuchel
Größe: 16,8070 ha. davon 3,8070 ha Insel
Landkreis: Rügen
Schutzgebietsnummer: 16
Verordnung: VO des Regierungspräsidenten in Stettin vom 25 07 1940
Schutzzweck: Das NSG dient der Erhaltung und Regeneration der Küstenvogelfauna und ist Forschung und Studienobjekt für langwahrende Bestandsuntersuchungen, für die Zugforschung (mittels Beringung) und nahrungs- und brutökologische Fragen Seit 1982 wurden zusätzlich epidemiologische Untersuchungen durchgeführt.

Lage: Das NSG Insel Beuchel liegt in der Neuendorfer Wiek, einer weit in die Hauptinsel Rügen eingreifenden flachen Bucht des Breetzer Boddens in der Gemeinde Trent Gemarkung Jabelitz . Das Natuschutzgebiet befindet sich im Übergangsbereich der West- und Mittelrügenschen Grundmoränen- zur Ostrügenschen Endmoränenlandschaft, die der Landschaftseinheit „Nord- und Ostrügenschen Hügel- und Boddenlandschaft" (122) zugeordnet wird.

Geologie und Wasserhaushalt: Die sichelförmige , rund 400 m lange, 100 m breite und 0,2 bis 1,5 m über NN gelegene Insel ist geologisch und morphologisch eine freie Strandwallbildung aus marinen Sanden, die einem in geringer Tiefe anstehenden Geschiebemergel aufsitzt. Im NW - Bereich der Insel kommt es zu Abtragungen, die sich als Haken im NO aber noch stärker im SO - Bereich der Insel wieder anlagern. Die Hydrologie der Insel wird fast ausschließlich von den Wasserständen im Bodden beherrscht. Bei mittleren Hochwassern wird das NSG teilweise; bei starken Hochwassern größtenteils überflutet.

Nutzungsgeschichte: Der Name der Insel, der auch Boikel, Bökel, auf dem Messtischblatt „Beuchel" lautet, ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs. Die Deutung des Namens ist noch nicht geklärt.

Im Jahre 1497 wurde die eine Dorfhälfte von Jabelitz einschließlich der Insel Bochyele für 1300 Mark an das Kloster Marienkrone vor Stralsund verkauft. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster Marienkrone mit dem Kloster Sankt Annen und Brigitten vereinigt.

Die Insel hat seit mittelalterlicher Zeit zu dem am westlichen Ufer der Neuendorfer Wiek
gelegenen Klostergut Jabelitz gehört, weshalb die Insel auf der Karte des Andreas Mayer vom Jahre 1760 auch als „Jablitz-Werder" bezeichnet ist.
Nach Aussagen älterer Bürger dieser Region wurde die Insel mal mehr mal weniger mit Schafen Rindern und Pferden beweidet bzw. es wurde Heu geworben.
Von 1935 bis 1938 hatte die Forschungsanstalt Hiddensee die Insel gepachtet.
Zu DDR - Zeiten regulierte der Rat des Bezirkes Rostock die naturschutzhoheitlichen
Aufgaben; nach der Wende ist für dieses Gebiet das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Stralsund zuständig.
Birken als Pionierpflanzen haben sich bereits manifestiert...



Auszüge der Chronik Neuenkirchen
Band 1/2

Chronik

Die Insel Beuchel und die Neuendorfer Wiek ein Naturschutzgebiet

Aufgeschrieben von
Dr. REINHARD BOCKSCH
1. September 2005